Die Geschichte - Historie

Immer wieder müssen Möbeldesigner neue Ideen entwickeln, um hochmoderne Sessel und zeitgemäße Stühle auf den Markt zu bringen. Doch ein Möbelstück ist noch heute so topaktuell wie bei seiner ersten Präsentation 1969: Der Sitzsack. Zwar kommt sein Stoff heute hochwertiger und oftmals auch farbenfroher daher, doch hat sich an seiner Form, dem Füllmaterial und dem Sitzkomfort kaum etwas geändert. Dabei hatten die drei Designer mit einem so durchschlagenden Erfolg im Traum nicht gerechnet, als sie ihr erstes Sitzkissen mit dem Namen „Sacco" auf der Pariser Messer vorstellten. Aber das Publikum war begeistert – von der einfachen Gestalt des Bean Bag, von seinem praktischen Nutzen, der Leichtigkeit und natürlich von dem urgemütlichen Empfinden, wenn man sich in den Sitzsatz hineinlümmelt.

Dabei war die Idee für das Sitzkissen schnell geboren, den italienischen Erfinder Gatti, Paolini und Teodoro fehlte lediglich der passende Füllstoff. Denn sie wünschten sich einen Sitzsack, der sich wie Watte anschmiegt, bei jeder Bewegung den Körper gleichmäßig wie Wasser umfließt und dabei auch noch warm, weich und nicht zu schwer sein sollte. Sie probierten verschiedenes Material aus und experimentierten geraume Zeit. Kastanienblätter, die seit altersher in vielen Regionen Italiens in Säcke gestopft der ländlichen Bevölkerung als Sitzkissen dienten, waren ihnen zu hart. Ein mit Wasser oder Sand gefüllter Sitzsack wurde so schwer, dass man ihn nicht mehr transportieren konnte und Tischtennisbälle waren zu groß.

Doch irgendwann hatten die Designer die Lösung des Problems. Sie füllten den Sitzsack mit kleinen Styroporkügelchen. Denn so vereinten sie in ihrem Möbelstück alles, was wirklichen Sitzkomfort ausmacht. Die winzigen Polystyrolkugeln umfließen jeden Körper – ob groß, klein, dick oder dünn – gleichmäßig. Sie haben kaum Gewicht, so dass der Sitzsack sich problemlos von einem Ort zum anderen transportieren lässt. Und sogar die Körperwärme wird von den Styroporkügelchen im Sitzkissen gespeichert und reflektiert. Und die Polystyrolperlen sind noch heute in den Sitzsäcken Füllstoff der Wahl, allen technischen Neuerungen und High-Tech-Produkten zum Trotz.

Waren es anfänglich Studenten und modebewusste Innenarchitekten die das Sitzkissen für sich entdeckten, so fand der praktische und gleichzeitig komfortable Bean Bag auch schnell Einzug in Kinder- und Wohnzimmer, in die Kuschelecke und ins Fernsehzimmer aller Gesellschaftsschichten. In der luxuriösen Hotel Lounge ist er ebenso zu finden wie in Ruheräumen auf Messen oder in Bibliotheken. Und dabei hat der Sitzsack nach all den Jahren nichts von seinem ganz persönlichen Charme verloren.

 

Diese Seite Bookmarken bei
bookmarken bei Mr. Wongbookmarken bei Yiggbookmarken bei Yahoobookmarken bei Googlebookmarken bei Favitbookmarken bei Favoritenbookmarken bei Diggbookmarken bei Newsiderbookmarken bei Seoiggbookmarken bei SumaXL.debookmarken bei Slashdotbookmarken bei Del.icio.us