Das Inlett vom Sitzsack

Sitzkissen bestehen im einfachsten Fall aus einem Bezug, der die Styroporkugeln umhüllt und mit einem Reißverschluss geöffnet und geschlossen werden kann. Es gibt sogar Sitzsäcke, die an allen Seiten fest zugenäht sind, so dass es nicht möglich ist, an den Inhalt zu gelangen. Auf der einen Seite ist dadurch gewährleistet, dass nicht plötzlich, beispielsweise beim Spielen der Kinder, Millionen von kleinen weißen Kugeln durch das Zimmer fliegen. Andererseits ist es, sowohl bei einem Sitzsack mit als auch ohne Reißverschluss, nicht möglich, den äußeren Bezug ohne großen Aufwand in die Waschmaschine zu stecken.

Deshalb sind einige Hersteller dazu übergegangen, zusätzlich zu den Bezügen Inletts in den Sitzsack zu integrieren. Diese Innenhülle wird mit den Mikroperlen gefüllt und mit einem Reißverschluss sicher verschlossen. Das hat den großen Vorteil, dass der Sitzsack Bezug einfach gereinigt werden kann. Denn dann ist es keine große Aktion mehr, die äußere Hülle einfach abzuziehen, während die winzigen Styroporkügelchen im Inlett der Sitzkissen verbleiben. Nachdem der äußere Bezug getrocknet ist, kann er spielend leicht wieder über die Innenhülle gezogen werden.

Schwieriger gestaltet sich die Wäsche von Sitzkissen, wenn diese kein separates Inlett besitzen. Denn dann müssen die Styroporperlen entweder vorher entfernt und verstaut werden, was bei der statischen Aufladung der weißen Kugeln viele Nerven kosten kann, oder der Sitzsack passt nicht in die Waschmaschine. Zwar ist es möglich, das Sitzkissen per Hand in einer großen Wanne oder mit einem Schlauch zu reinigen. Doch ist es dann besonders wichtig, dass alle, auch die innersten Polystyrolkugeln, gut getrocknet werden. Dazu wird der Sitzsack am besten in die Sonne gestellt und immer wieder bewegt. So kann der Inhalt sich gleichmäßig verteilen und auch die Styroporkugeln aus der Mitte gelangen an die äußere Schicht des Sitzsacks, um dort zu trocknen.

Einen entscheidenden Vorteil hat das Sitzkissen Inlett, wenn man Kinder hat. Obwohl die Verschlüsse der Sitzkissen Hüllen aus gutem Grund nicht leicht zu öffnen sind, experimentieren Kinder sehr gerne und möchten auch einmal wissen, was sich in dem Sitzsack befindet, warum er so lustig knarzt und was sich da drin so wunderschön dem Körper anschmiegt. Und wenn die Kleinen es erst einmal geschafft haben, den Reißverschluss zu öffnen, dann ist ihr Forscherdrang nicht etwa gestillt und sie machen den Sitzsack schnell wieder zu. Nein, stattdessen merken sie, was für ein lustiges Spiel es ist, die weiße Pracht im ganzen Zimmer zu verteilen, wie schön die statisch aufgeladenen Styroporkugeln an den Wänden und in den Haaren kleben. Ein Inlett im Sitzsack kann hier leicht Abhilfe schaffen. Denn wenn der Reißverschluss des Inletts auf der gegenüberliegenden Seite der Sitzkissen Öffnung liegt, dann ist er vor den Kinderhänden absolut sicher.

Aber auch in anderen Fällen ist ein Sitzsack Inlett unersetzlich. Dann nämlich, wenn der Sitzkissen Bezug aus grobmaschigem Material besteht. Unbenutzte Sitzkissen enthalten nur gleichgroße Styroporkugeln. Sobald der Sitzsack aber in Gebrach ist, reiben die Perlen aneinander und beginnen leicht zu stauben, nehmen dabei selber an Volumen ab. Das bedeuten aber, dass ein Sitzsack ohne Inlett, dessen Gewebe recht grob gehalten ist, immer ein wenig weißen Staub verliert. Das ist auf Dauer etwas lästig und kann nur durch eine Erneuerung der Füllung oder eben durch eine Sitzsack Innenhülle verhindert werden.

Aus all diesen Gründen ist ein Inlett im Sitzsack mehr als sinnvoll. Daher ist es ratsam, sich schon beim Kauf von Sitzkissen darüber zu informieren, ob ein Inlett integriert ist.

 

Diese Seite Bookmarken bei
bookmarken bei Mr. Wongbookmarken bei Yiggbookmarken bei Yahoobookmarken bei Googlebookmarken bei Favitbookmarken bei Favoritenbookmarken bei Diggbookmarken bei Newsiderbookmarken bei Seoiggbookmarken bei SumaXL.debookmarken bei Slashdotbookmarken bei Del.icio.us